fbpx

Rituale für Eure freie Trauung

Zwei Rituale, die im Mittelpunkt fast jeder Trauung stehen

Ihr habt Euch für eine freie Trauung entscheiden? Super! Aber eine wichtige Entscheidung steht noch vor Euch: Welchen Charakter soll Eure Trauzeremonie eigentlich haben? Keine freie Trauung gleich der anderen und wie Ihr sie gestaltet, da seid Ihr – wie der Name schon sagt – völlig frei. Insbesondere bei der Wahl von Ritualen: Symbolische Handlungen, gemeinsame Aktionen oder dezente Gesten geben Eurer Trauung Struktur und Würde. Als Inspiration haben wir fünf mal vier plus zwei Rituale für Euch zusammengestellt. Aber denkt daran: Alles kann, nichts muss!

Vier Rituale, um Eure Verbundenheit zu zeigen

Das wichtigste „Ritual“ überhaupt bei einer Trauung ist natürlich das Jawort. Es ist schließlich DER Moment, um den es hier geht! Ihr entscheidet Euch füreinander und sagt es ganz deutlich. Also sehen wir das Jawort mal als gesetzt an. Nicht weniger weit verbreitet ist der Ringtausch. Hier bestärkt Ihr Eure Entscheidung mit der symbolischen Geste des gegenseitigen Ansteckens der Ringe. Damit zeigt Ihr, dass Ihr zueinandergehört, dass Ihr Euch wertschätzt und treu bleiben werdet.

Vier Rituale, um Eure Verbundenheit zu zeigen

Eure enge Verbindung könnt Ihr aber auch auf andere Arten zeigen – zusätzlich zum Ringtausch oder manchmal sogar stattdessen.

  • Ein gegenseitiges Gelübde, das Ihr Euch vorlest, zuflüstert oder vorsingt, bringt bestimmt die eine oder andere Freudenträne hervor. Gerne auch auf Spanisch oder Klingonisch – es ist Euer Moment!
  • Bei einem Knoten-Ritual bindet Eure Traurednerin oder ein Familienmitglied einen Knoten um Eure Hände, die Ihr Euch reicht. Seil, Tuch oder Stola könnt Ihr als Erinnerung aufheben. Schon die Kelten sind so den „Bund“ der Ehe eingegangen – und als „Handfasting“ liegt das Ritual heute voll im Trend. Dazu erfahrt Ihr bald mehr in einem separaten Artikel.
  • Ihr zwei seid unzertrennlich – das zeigt die Sandzeremonie: Braut und Bräutigam haben jeweils ein Gefäß mit Sand in unterschiedlicher Farbe und gießen ihn abwechselnd in ein größeres Gefäß. Dabei entsteht ein Muster, das so individuell ist wie Ihr selbst. Wer will, kann vorher größere Steine in das Gefäß legen, die gute und schwere Tage darstellen. Ihr werdet sehen: Egal, wie groß der Stein ist, ihr integriert ihn in Euer gemeinsames Leben.
  • Habt Ihr schon eigene Kinder oder gründet eine Patchwork-Familie? Dann könnt Ihr Kinder-Geschenke nach dem Ringtausch in die Zeremonie einbauen. Überreicht zum Beispiel gemeinsam ein schönes Armband und zeigt: Nicht nur Ihr als Paar, sondern die ganze Familie gehört zusammen.
Rituale für Eure freie Trauung

Vier Rituale, die Euch gute Wünsche mit auf den Weg geben

Eure Gäste sind nur wegen Euch gekommen – und freuen sich garantiert, wenn sie zu einem guten Start in Eure Ehe einen Teil beitragen können.

  • Wie bei einer standesamtlichen oder kirchlichen Trauung können Eure Gäste die Ehe bezeugen. Klassischerweise unterschreiben zwei Trauzeugen ein Dokument. Ihr möchtet alle Gäste einbeziehen? Dann ladet Freunde und Familie ein, während schöner Musik einen mit Farbe auf ein Bild oder Schriftstück ihren Daumenabdruck zu hinterlassen.
  • Die vielen guten Wünsche können ausgewählte Gäste als Fürbitten Oder Ihr gebt allen die Gelegenheit, einen Stein mit einem Wunsch zu beschriften. Ein besonderes „Highlight“: Alle Gäste beschreiben einen Zettel, anschließend werden die Zettel in eine Feuerschale geworfen – so steigen Eure guten Wünsche direkt in den Himmel.
  • Die guten Wünsche können auch Stumm, aber ebenso ausdrucksstark „gesammelt“ werden: Beim Ritual der Ringsegnung. Dabei wird ein langes „Wunschband“ durch alle Reihen und in alle Hände gelegt. Anschließend wandern Eure Ringe am Band entlang zu jedem Gast. So habt ihr die guten Wünsche Eurer Lieben immer dabei.
  • Während des großen Moments können Eure Gäste einen Schutzkreis bilden, indem sie sich selbst im Kreis um Euch aufstellen oder kreisförmig Blumen, Kerzen oder Steine um Euch herum platzieren. Das zeigt die Verbundenheit mit Euch – und manche glauben, dass sogar gewisse Geister von Eurem Jawort ferngehalten werden.

Vier Rituale, bei denen Liebe durch den Magen geht

Von Luft und Liebe können auch Ehepaare nicht leben! Deshalb entscheiden sich manche für schöne Rituale, welche die freie Trauung noch „geschmackvoller“ machen.

  • Stellvertretend für die guten und die schwierigen Tage reichen sich Braut und Bräutigam Süßes und Salziges, zum Beispiel in Form von kleinen Stücken Brot und Kuchen. Wer mag, kann sich gegenseitig damit füttern oder einfach für den Partner ein Stück abschneiden.
  • In manchen Regionen ist auch das Hochzeitsbrot verbreitet: Dabei handelt es sich meistens um ein Hefe-Gebäck, in das Münzen mit eingebacken wurden. Das Anschneiden des Brotes soll traditionell vor Geldnot schützen und reichen Kindersegen einbringen.
  • Das Ihr nicht nur Euren Partner, sondern gleich die ganze Familie heiratet, bringt das Schwiegerelternbrot zum Ausdruck. Hierbei teilt Ihr Euch jeweils ein Stück Brot mit den Eltern des Partners – schließlich wird in Zukunft alles geteilt!
  • Nicht nur Festes, sondern auch Flüssiges kann Euch Glück bringen. Ein guter Hochzeitswein, vielleicht aus Eurem Lieblingsweingut, den Ihr gemeinsam aus einem Kelch trinkt, vielleicht ja ein altes Familienerbstück… Ach, Ihr seid eher Biertrinker? Ihr wisst, was zu tun ist!
Rituale einer freien Trauung

Vier Rituale, um Euren einmaligen Moment zu verewigen

Viele finden es schön, etwas Bleibendes von ihrer freien Trauung mitnehmen zu können. Wenn diese Gegenstände Teil der Zeremonie sind, werden sie zum unersetzlichen Erinnerungsstück.

  • Eine Hochzeitskerze, die Ihr selbst gestalten könnt, zündet Ihr gemeinsam zum Beginn der Feier an. Sie symbolisiert das Feuer, das in Euren Herzen füreinander brennt. Manche Kerzen haben sogar zwei Dochte, die eine Flamme ergeben. Zündet die Kerze am ersten Hochzeitstag, nach der Geburt des Kindes oder zu besonderen Anlässen an – so holt Ihr den Moment ein Stück zurück.
  • Wie Eure Liebe über die Jahre immer weiter wächst, könnt Ihr sichtbar machen: Pflanzt einen Baum während der Zeremonie – bei einer Gartenhochzeit gleich da, wo er stehen soll, an einer anderen Location erstmal in einen großen Kübel. Großer Vorteil: Bräutigame können gleich einen Punkt auf der „Checkliste“ abhaken!
  • Schafft einen Grundstein für Euer zukünftiges gemeinsames Leben, zum Beispiel aus einer Tonplatte, in der Ihr Eure Handabdrücke und das Datum verewigt. Wer später ein Haus baut, kann den Grundstein tatsächlich in das Gemäuer integrieren
  • In eine Zeitkapsel oder Schatzkiste könnt Ihr viele verschiedene Gegenstände Eurer Trauung verpacken: Das Band, an dem die Ringe gewandert sind, einen Schluck vom Wein, ein Taschentuch, den festgezogenen Knoten vom Hand-Fasting, ein Polaroid, die Wünsche Eurer Gäste… Die Kapsel wird versiegelt und erst an einem festgelegten Datum öffnet Ihr sie wieder. Das wird ein Fest!

Vier Rituale, mit denen Ihr Euch feiern lasst

Wir wollen ja nicht vergessen, dass so ein frisch vermähltes Ehepaar auch ordentlich gefeiert werden muss. Und das am besten schon während der freien Trauung! Also lasst es Euch nicht nehmen, mit schönen Aktionen den Funken überspringen zu lassen.

  • Neben Jubeln, Weinen und Gratulieren gehört das Reiswerfen, Blumenstreuen oder Seifenblasenpusten zu den Dauerbrennern, wenn es darum geht, absolute Begeisterung für das Brautpaar zu zeigen. Aber warum muss das eigentlich am Ende der Trauzeremonie passieren? Wenn Ihr wollt, gebt Euren Gästen auch schon mittendrin die Gelegenheit, die Freude zu teilen.
  • In manchen Kulturen ist der Brauch verbreitet, nicht mit Reis, sondern mit Kleingeld zu werfen. Das kann eine lustige Aktion werden – kompliziert allerdings, wenn die Location auf einer Wiese, an einem Berghang oder in einer Höhle ist.
  • Ein neuer Trend sind die Wedding Wands: An einem Stab sind Tücher und Glöckchen befestigt. Dazu passend könnt Ihr auch kleine Trommeln und Tamburine verteilen, die zum Beispiel dann zum Einsatz kommen, wenn Ihr Euch küsst – oder auch beim großen Auszug, der dann im wahrsten Sinne des Wortes mit allem „Tamtam“ vonstatten geht.
  • Für die Freude, die bis zu Wolke Sieben steigt, sorgt eine Luftballon-Aktion. Wie genau diese aussieht, entscheidet Ihr: Zum Beispiel können verschiedenfarbige Ballons die beiden Eheleute symbolisieren. Oder Gute wünsche werden an die Ballons geknotet. Alle Ballons starten auf einmal. Oder zu einer bestimmten Choreographie. Am Ende der Zeremonie. Mittendrin. Oder am Anfang.

Die Mischung macht‘s

Wie Ihr seht: Ideen gibt es viele und auf romantische Rituale und emotionale Symbole müsst Ihr bei einer freien Trauung auf keinen Fall verzichten. Natürlich könnt Ihr auch ganz eigene Rituale erfinden und dabei auf Euren ganz individuellen Hintergrund blicken. Ein letzter Tipp: Weniger ist manchmal mehr. Statt Eure Trauung zu überfrachten, entscheidet Euch lieber für einen überschaubaren Ablauf mit wenigen Ritualen. So kommen diese besser zur Geltung und Ihr überfordert weder Euch noch Eure Gäste. Aber das macht Ihr schon: Wir sind überzeugt, dass Eure Ideen sprudeln – und sind gerne für Euch da.

Alles Liebe!

Wir sind für Euch da

Ihr habt weitere Fragen zu Eurer freie Trauung oder möchtet unsere RednerInnen kostenfrei kennen lernen? Dann zögert nicht und schreibt uns einfach über das Kontaktformular an. Wir freuen uns auf Euch.